Russlands Rückzug aus der Europäischen Sicherheitskooperation seit den 2000ern

Nach dem Ende des Ost-West Konflikts verpflichteten sich Russland und die westlichen Staaten bzw. Institutionen mit Schlagworten wie „gemeinsames Haus Europa“ oder „Europe, whole and free“ auf das Ziel einer gesamteuropäischen Friedensordnung.

In gemeinsamen Dokumenten wie der Pariser Charta einigten sich beide Seiten auf die Grundsätze einer solchen Ordnung, interpretierten dabei allerdings die Gewichtung der dort kodizifierten sozialen Normen und Regeln unterschiedlich. Enttäuschungen auf beiden Seiten über die Umsetzung und die Entwicklung dieser institutionellen Ordnung führten zu einer allmählichen Entfremdung und einem sukzessiven Ausstieg Russlands  aus den gemeinsamen Institutionen. Die daraus resultierenden Spannungen stellen eine der größten Herausforderungen für die heutige europäische Sicherheitspolitik dar.

Mikhail Polianskii von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) rekonstruiert und analysiert diesen Dissoziationsprozess und das Spannungsniveau zwischen den beteiligten Staaten.

 

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